Sonne im Glas

Mango-Lassi

23.06.2016   von Claudia Rezepte Food Facts
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Meine allererste Mango habe ich in Indien gegessen. Irgendwo am Strassenrand, an einem dieser Stände, wo sich die Früchte fast einen halben Meter hoch auftürmen und einem der Duft beim Vorbeiflanieren unwiderstehlich in die Nase steigt. Besagte Mango sah aus wie ein kleiner, farbiger Kanarienvogel, war unglaublich süss und saftig und hat sich damit auf ewig in meine Erinnerung eingebrannt.

In Indien wird die Mango schon seit über 4000 Jahren angebaut und oft als "king of fruits" bezeichnet, weil die indischen Prinzen früher riesige Mangoheine kultivierten, mit denen sie sich gerne brüsteten. In der ayurvedischen Heilkunst nimmt die Mango seit Jahrtausenden eine Sonderstellung unter den Früchten ein, auch weil sie zu den Rasayanas – den Nahrungsmitteln, die verjüngend und regenerierend wirken - gehört. Ausserdem energetisiert sie, hilft Verstopfung vorzubeugen, enthält ganz viel Vitamin C, eine ordentliche Menge Eisen und unterstützt unser Immunsystem. 

Weltweit gibt es mittlerweile über 1000 Mangoarten - Züchtungen und Wildformen zusammengezählt. Verbreitet hat sich die Mango dank der Perser von Indien aus in den Mittleren Osten und mit den Portugiesen nach Amerika und Europa, wo sie heute vor allem auf den Kanarischen Inseln angebaut wird.

Am besten schmeckt eine Mango, wenn sie ganz reif ist. Um das zu testen, drückst du sie ganz sachte und wenn sie deinem Fingerdruck leicht nachgibt und auch noch einen aromatischen Duft dabei verströmt, dann ist sie bereit zum Verzehr. Unreife Mangos kannst du zuhause nachreifen lassen, indem du sie in Zeitungspapier wickelst oder neben einige Äpfel legst. Bitte niemals in den Kühlschrank legen, das nimmt sie dir übel und bestraft dich mit schonungsloser Geschmacklosigkeit.

Die Erntezeit der Mangos variiert je nach Anbauland, was für uns in Europa heisst, dass wir die reifen Früchte mittlerweile fast das ganze Jahr über kaufen können. Reif geerntete Mangos werden mit dem Flugzeug transportiert, während die unreifen verschifft werden - beides nicht optimal für die CO2-Bilanz. Heisst für mich, dass ich umso mehr darauf achte, dass die Früchte aus biologischem Anbau kommen und ihre Anreise möglichst kurz war.

In der indischen Küche wird die Mango am häufigsten roh gegessen, oder in einem Chutney verarbeitet. Aber auch als Salat, zusammen mit Avocado, macht sie eine gute Figur.

Für dich heute ein Mango-Sommergetränk für Zwischendurch oder nach dem Essen: lecker, herrlich erfrischend und auch noch verdauungsfördernd.

Mango-Lassi

Für zwei bis drei Gläser mischst du in einem Standmixer oder mit dem Pürierstab:

125 ml Joghurt (nature)
125 g Mangofleisch oder 125 ml Mangopurée (auch Mangopulp genannt)
375 ml kaltes Wasser
1 bis 2 EL Rohrohrzucker
1/4 TL Garam Masala

Die Wassermenge kannst du variieren. Ich mag das Lassi am liebsten mit viel kaltem Wasser, weil es dann ein herrlicher Durstlöscher ist.

Salud!

Claudia


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